
Es ist viel los in der Thermometersiedlung an diesem sonnigen, spätsommerlichen Nachmittag. Die Kiezfest AG hatte am Freitag, den 19. September, zum gemeinsamen Feiern eingeladen und gefühlt kommt die halbe Siedlung vorbei. Schon von weitem ist Musik zu hören, eine kleine Rauchfahne zieht Richtung Celsiusstraße und es riecht nach Gegrilltem. Rund um den Kiezplatz sind Stände aufgebaut und in der Mitte eine Bühne. Richtung S-Bahnhof Lichterfelde-Süd steht ein riesengroßer Aufblas-Kicker und im Garten des Kieztreffs können Kids und Jugendliche Graffitis sprayen.
Seit 2021 gibt es das Quartiersmanagement in der Thermometersiedlung. Die Förderung von Kiezfesten ist ein fester Bestandteil des Programms, denn das gemeinsame Feiern verbindet die Nachbarschaft und verbessert die Lebensqualität in der Siedlung. In seiner Begrüßungsansprache ruft Tim Richter, der Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Soziales, dazu auf, sich aktiv in das Quartiersmanagement-Verfahren einzubringen. Die nächste Gelegenheit sei die Quartiersratswahl im Oktober, an der sich alle Bewohner*innen der Thermometersiedlung entweder als Kandidat*in oder Wähler*in beteiligen könnten. Einzige Voraussetzung: Man muss mindestens 16 Jahre alt sein.
Vor Tim Richter war bereits der Jonglier-Künstler Alex mit seinem Aufruf zur Beteiligung erfolgreich. Die größtenteils jüngeren Zuschauer*innen machen fleißig mit und unterstützen Alex bei seinen Kunststücken. Anschließend können sich alle mit feinen und leckeren Speisen versorgen: mit selbstgebackenem Kuchen, herzhaften Teigtaschen, verschiedensten Salaten und Burgern vom Grill.
Zwischen den Essensständen haben Einrichtungen aus der Thermometersiedlung und der Nachbarschaft ihre Info-Stände aufgebaut. Es gibt dort aber nicht bloß Flyer: Beim BusStop kann man z.B. Tombola-Lose ziehen oder etwas basteln. Am KiJuNa-Stand kann man ein Glücksrad drehen und das Familienzentrum Lichterfelde-Süd lockt mit sogenannten „Fühlkisten“: In jeder Kiste befindet sich ein Gegenstand, den man tastend erraten muss. Das ist natürlich eine Sache für Kinder, „aber dadurch kommen wir mit den Eltern leichter ins Gespräch“, erklärt Conny Weber vom Familienzentrum die Idee hinter den Kisten.
Auf der Bühne spielt unterdessen die Roman Music Group, danach legt DJ Meiokylu auf und zum Schluss singt der Musiker Leo Poggoda Soul-, Blues- und Funk-Lieder.
Organisiert wurde das Kiezfest von der Kiezfest AG, einem Zusammenschluss von Einrichtungen aus der Thermometersiedlung. Finanziell unterstützt wurde es aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements und von der HOWOGE.
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Was finden Sie gut am Kiezfest? Stimmen von Beteiligten
Antonia Weisz, Domäne Dahlem: „Ich finde gut, dass es so bunt ist. Damit meine ich die Menschen, die sich hier treffen.“
Thomas vom Tombola-Stand: „Dass es nicht regnet.“
Angelika von der Kita Lichterfelder Strolche: „Dass die Kinder Spaß haben.“
Dora vom KiJuNa: „Ich finde toll, dass sich alle kennen und dass es so friedlich ist.“
Safiye (Nachbarin): „Super ist, dass man zusammenhält und sich gegenseitig hilft.“
Moni von der Kita Süd-West (Reaumurstraße): „Dass ich hier meine Kinder von früher treffe und erkenne.“
Gianluca vom Jugendparlament Steglitz-Zehlendorf: „Ich finde die Vielfalt gut. Spannend ist, dass man sieht, wer hier wohnt und was es alles gibt.“
Jana vom Raum für Beteiligung Steglitz-Zehlendorf: „Ich finde gut, dass man sich niedrigschwellig austauschen kann. Alle sind greifbar und ungefiltert.“
Eva von den Omas gegen rechts: „Mir gefällt es, dass hier so viele verschiedene Menschen zusammenkommen und dass es so lebendig ist.“

