
Im Rahmen der Sitzung des Quartiersrates wurde am 8. Juli das neue Trittsteinbiotop hinter dem Basketballplatz in der Fahrenheitstraße offiziell eröffnet. Zahlreiche Nachbarinnen und Nachbarn kamen vorbei, um sich über das Projekt zu informieren und den neu entstandenen Lebensraum für Tiere und Pflanzen kennenzulernen.
Wo sich zuvor eine eher unscheinbare Grünfläche befand, ist wachsen und blühen nun eine Menge heimischer Pflanzen. Das naturnah gestaltete Biotop bietet Wildbienen, Schmetterlingen, Käfern und vielen weiteren Tierarten einen wichtigen Nahrungs- und Rückzugsort. Und es trägt dazu bei, Natur im direkten Wohnumfeld erlebbar zu machen.
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Würdigung der Jugendlichen aus dem OTA-Ausbildungsbetrieb, die das Trittsteinbiotop im Rahmen ihrer Ausbildung mit viel Engagement angelegt haben. Zahlreiche Auszubildende waren bei der Eröffnung anwesend und erhielten als Anerkennung für ihren Einsatz ein Zertifikat. Mit ihrem Beitrag haben sie nicht nur praktische Erfahrungen gesammelt, sondern auch einen nachhaltigen Mehrwert für den Stadtteil geschaffen.
Das Trittsteinbiotop entstand im Rahmen des Projekts „Sichtbar Grün“ der Stiftung für Mensch und Umwelt. Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung stellten das Projekt während der Quartiersratssitzung vor und erläuterten die Bedeutung solcher naturnahen Flächen für die biologische Vielfalt. Trittsteinbiotope schaffen wichtige Verbindungen zwischen bestehenden Lebensräumen und helfen dabei, Pflanzen und Tieren auch in dicht besiedelten Quartieren geeignete Rückzugsorte zu bieten.
Das Biotop befindet sich auf Flächen der HOWOGE, die als wichtiger Kooperationspartner das Projekt unterstützt und die langfristige Pflege der Fläche übernehmen wird. Damit ist sichergestellt, dass sich das Biotop auch in Zukunft nachhaltig entwickeln und seinen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten kann.
Das Projekt „Sichtbar Grün“ wird im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt finanziert. Die Eröffnung machte deutlich, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung für Mensch und Umwelt, der HOWOGE, dem Quartiersmanagement und den engagierten Jugendlichen gelingen kann. Das neue Biotop bereichert nicht nur das Wohnumfeld ökologisch, sondern setzt auch ein sichtbares Zeichen dafür, wie Klimaschutz und Artenvielfalt direkt vor der eigenen Haustür gefördert werden können.
Fotos: Sebastian Runge / Stiftung für Mensch und Umwelt

